Sexbots-machen-Mann-kaputt

Die verrückten Wissenschaftler der Firma Abyss Creations stellen gruselige Sex-Roboter her. Sie sollen echte Frauen ersetzen – Text in ZEIT ONLINE.

 

Salomé Balthus by HETAERA BERLIN

Was ist der Vorteil von Sex, gegenüber der Masturbation? Man lernt viele interessante Menschen kennen.

Was der Schriftsteller Thomas Brasch wusste, ist den Machern von Abyss Creations offensichtlich nicht bekannt. Diese Firma stellt gruselige Sex-Roboter her, die nicht nur aussehen sollen wie echte Frauen, sondern sich sogar mit ihrem Benutzer „unterhalten“ können. Ob die nerdigen Ideengeber überhaupt wissen, was das ist, zwischenmenschliche Interaktion? Eines ist jedenfalls klar: Computerfrauen haben keinen Orgasmus. Und die Besudelung einer Gummipuppe macht Sie nicht unbedingt zu einem besseren Liebhaber. Sexbots sind nicht die besseren Escorts – sondern das genaue Gegenteil. Der Anspruch von HETAERA ist es, starke Charaktere miteinander bekannt zu machen und so den Zauber der Erotik und der Nähe zu entfachen. Männer, die statt einer selbstbewussten, unabhängigen Frau als High Class Escort lieber eine devote Fickpuppe suchen, müssen diesen Trieb in Zukunft zumindest nicht mehr an den Frauen eines Escort-Service abreagieren. Sie können sich so ein Spielzeug jetzt kaufen. Allerdings müssen Sie es anschließend auch selber reinigen.

Eigentlich kann man Firmen wie Abyss Creatoins nur wünschen, dass sie mit dieser Geschäftsidee krachend scheitern – weil die Männer sich an den Kopf fassen vor Entsetzen, für wie idiotisch man sie hält. Außerdem, wonach riechen solche Sexbots eigentlich? Nach Plastik? Nach parfümiertem Silikon? Oder hat der Hersteller daran gedacht, den Wunderpuppen echte Schweißdrüsen mit nachfüllbarem Pheromon-Vorrat einzubauen? Ein normaler Mann kann doch wohl immer noch zwischen einer begehrenswerten Frau und einer Puppe unterscheiden, und will das Original! 

Doch die Marktforschungsabteilung von Abyss Creations sieht dies anders. Und tatsächlich eröffnen bereits die ersten „Dollbordelle“ – nicht nur in Japan, sondern auch in Europa.

Ein sehr lesenswerter Text in ZEIT ONLINE von Alexander Krex.

 

Es wird gerade dunkel in London, als die Professorin Kathleen Richardson auf dem Gehweg stehen bleibt und eine imaginäre Waffe zieht. Sie beugt die Arme vor dem Oberkörper, als hielte sie eine Maschinenpistole, geht in die Knie und visiert ein unsichtbares Ziel an. „Stell dir vor, eine Übermacht kommt auf dich zu“, sagt sie. „Was tust du?“ Die Antwort, die sie darauf seit Jahren gibt, lautet: Nicht zurückweichen, auch wenn es scheint, als sei die Schlacht nicht zu gewinnen. Die Schlacht, in der Kathleen Richardson an vorderster Front kämpft, richtet sich gegen Sexroboter. Noch gibt es nur Einzelanfertigungen, noch sind sie vor allem eine feuchte Utopie. Übermacht? Das passt doch gar nicht, möchte man einwenden. Und genau hier würde man sich in ihren Augen schon verraten, als jemand, der daran glaubt, dass Roboter Subjekte sein können. Nein, diese Gummipuppen mit ein bisschen Mechanik im Rumpf und einem Chip im Kopf seien nur die Ware, sagt sie. Der Feind, das seien Männer wie der amerikanische Sexroboterhersteller Matt McMullen, der damit Millionen verdienen will. Aber auch jene Liberalen, für die Sexualität reine Privatsache ist. Jene Techies, die alles Machbare auch machen wollen. Die nur technische Grenzen kennen. Kathleen Richardson ist 45 Jahre alt, eine kleine Frau mit großen grünen Augen und einem schwarzen Pony. Sie wirkt mädchenhaft, wie sie da in ihrer Regenjacke mit Blümchendruck durch London läuft, den Rucksack geschultert. Akademische Distinguiertheit spart sie sich, sie springt von einem Thema zum anderen. Richardson ist Anthropologin und Professorin für Roboterethik und Künstliche Intelligenz an der Universität Leicester. Und die Gründerin der „Campaign Against Sex Robots“, eines Zusammenschlusses von vier Akademikerinnen, der für ein Verbot von Sexrobotern lobbyiert, auf Podien, im britischen Oberhaus, in Brüssel. Richardson setzt das Thema auf die Agenda. Wie so oft, wenn es um Technologie geht, hinkt der Diskurs den Fakten hinterher. Am Sonntag wird sie auf einer Feminismuskonferenz sprechen, deshalb ist sie in London.

„Die Japaner haben immer weniger Sex.“ (Kathleen Richardson)

Richardson glaubt, dass es bald zur Katastrophe kommen könnte, zur totalen Entfremdung der Menschen voneinander. In Japan sei das schon Realität. „Die Japaner haben immer weniger Sex. Statt mit echten Menschen auszugehen, führen sie Beziehungen mit Computerspielfiguren.“ Das Land steuere auf eine nie gekannte Vereinzelung zu. Richardsons Dystopie sehen andere als eine Riesenchance. Schon heute werden in der Sextech-Branche weltweit rund 30 Milliarden Dollar jährlich umgesetzt, mit computergesteuertem Sexspielzeug. Sexroboter, davon gehen Insider aus, würden dem Markt einen weiteren Boom bescheren. In einer Studie der Universität Duisburg-Essen gaben kürzlich 40 Prozent von 263 befragten Männern an, sie könnten sich vorstellen, einen zu kaufen. Die potenzielle Zielgruppe ist riesig. Ende des Jahres sollen die ersten industriell gefertigten Sexroboter auf den Markt kommen, geschätzter Kaufpreis: 15.000 Dollar. Hersteller ist die kalifornische Firma Abyss, bislang Marktführer bei lebensecht wirkenden Sexpuppen aus Silikon. In den vergangenen Jahren hat der Firmengründer Matt McMullen hunderttausende Dollar investiert, um seinen Puppen Leben einzuhauchen. Mittels künstlicher Intelligenz sollen sie nicht nur auf ihren Besitzer reagieren, sondern sich auch seine Vorlieben merken. Der Kunde kann entscheiden, wie die Puppe aussehen soll: Hautfarbe, Hüfte, Brüste, Gesicht, Haare, fast alles ist modifizierbar. Was das Gemüt betrifft, haben sich die Macher an Pornofilm-Klischees gehalten: fügsam und unterwürfig. Die Roboterfirma Die Real Dolls des Herstellers Abyss Creations sind die meistverkauften Sexpuppen. 600 realistische Silikonpuppen verschickt das kalifornische Unternehmen jährlich weltweit, die Preise beginnen bei 4.000 Dollar. Neben Abbildern echter Pornodarstellerinnen können Kunden auch Fantasypuppen bestellen, etwa mit grüner Haut und Elfenohren. Derzeit wird daran gearbeitet, aus den Puppen Roboter zu machen, die sprechen, Kopf und Augen bewegen und auf bestimmte Berührungen reagieren. Ende des Jahres sollen die ersten Modelle für 15.000 Dollar auf den Markt kommen. Das Puppenbordell Im Frühjahr eröffnete Lumidolls in Barcelona, ein Club, der Sexpuppen stundenweise vermietet. Auf der Website des Unternehmens können sich Kunden eines von vier Modellen aussuchen und angeben, welche Kleidung es tragen soll (Sekretärin, Schulmädchen, Fitness-Outfit). Erst wenn der Termin vereinbart und bezahlt ist, erhält der Kunde die Wegbeschreibung zum Club. Sollten Harmony und ihre Schwestern, die man natürlich auch vermieten kann, irgendwann tatsächlich der Prostitution Konkurrenz machen? Das älteste Gewerbe der Welt neu erfinden, dagegen wäre Uber ein Witz. Richardson glaubt das nicht. Pornofilme hätten auch nur dazu geführt, dass heute mehr Frauen in der Sexindustrie arbeiteten als je zuvor. Am Abend vor der Konferenz sitzt sie im Pub und erklärt, warum sie Sexpuppen verabscheut. Das seien Abbilder von Frauen, deren Körperöffnungen vor allem eine Funktion haben: penetriert zu werden. Der Kellner überhört die Konversation mit britischer Höflichkeit, kann sich ein kurzes Stutzen aber nicht verkneifen. Als kurz darauf eine Bettlerin von Tisch zu Tisch geht, wühlt Richardson in ihrer Tasche nach einem Fünf-Pfund-Schein. Weil sie keinen findet, bekommt die Fremde einen Zehner. „Heute ist dein Glückstag“, sagt Richardson, und, als die Frau außer Hörweite ist: „Sie sah so aus, als würde sie vielleicht etwas tun, was sie nicht will, um an Geld zu kommen. Das kann ich nicht zulassen.“ Für Richardson bleiben Roboter tote Materie Auf Techies, die Probleme in Nullen und Einsen zerlegen, muss sie esoterisch wirken Vom Golem im Mittelalter über Olimpia aus E.T.A. Hoffmanns Der Sandmann bis zu Terminator, Blade Runner und Westworld – in unserer Vorstellung waren die von Menschen gemachten Maschinen immer schon mehr als die Summe ihrer Bauteile. Doch was noch in den 1980ern Science-Fiction war, weit weg wie Star Trek, erscheint nun als Auseinandersetzung mit der Gegenwart. Für Richardson sind die Mythen denkender Maschinen, die im kollektiven Unterbewusstsein umhergeistern, ein Problem: Sie spielen jenen in die Hände, die damit reich werden wollen. Denn das geht am besten, wenn sie ihre Produkte mit dem Versprechen ausliefern, sie seien beziehungsfähig. Ein Hersteller von Sexrobotern heißt True Companion, „treuer Begleiter“. Die Feminismuskonferenz wird in einem Universitätsgebäude in der Innenstadt abgehalten. Am Eingang gibt es Jutebeutel mit der Aufschrift „Patriarchat zerschlagen“, daneben Shirts mit dem Credo „Wilde Frauen rasieren sich nicht“. Richardson spricht in einem Vorlesungssaal mit abgelatschter blauer Auslegware. Die erste Folie, die sie an die Wand wirft, zeigt, worum es ihr geht – und worum nicht. Zwei Bilder sind zu sehen, eine bunte Auswahl an Vibratoren und eine blonde Puppe mit riesigen Brüsten, die lasziv in den Saal lächelt. Vibratoren, sagt Richardson, seien bloß Werkzeuge zur Stimulation, eine Puppe dagegen repräsentiere eine Frau. Vor allem Männer würden diesen Unterschied nicht immer anerkennen. „Nur damit das klar ist, ich habe nichts gegen Vibratoren. Wer immer einen benutzen will: nur zu!“ „Nur damit das klar ist, ich habe nichts gegen Vibratoren. Wer immer einen benutzen will: nur zu!“ Dann wird es grundsätzlich, Richardson präsentiert ihr argumentatives Fundament, eine Kritik an René Descartes und seinem berühmten „Ich denke, also bin ich“. Das daraus folgende Menschenbild – sie nennt es „egozentrisches Patriarchat“ – sei problematisch. „Wir sind nicht, weil wir denken“, sagt sie. „Wir sind, weil andere sind, die uns Wärme schenken, Nahrung geben, uns beschützen.“ Was uns als Subjekte konstituiert, sei nicht die Idee, sondern die Empathie. Und genau die stehe auf dem Spiel, wenn wir uns mit Robotern einlassen, die wir behandeln können, wie wir wollen. Die Kurzfassung geht so: Der Verkauf von Sexrobotern senke die Hemmschwelle, zu Prostituierten zu gehen, die man wiederum wie Roboter behandeln würde. Richardson zitiert den Werbeslogan für eine Sexpuppe: „Du kannst mich benutzen, wie eine echte Frau es niemals erlauben würde.“ Daraufhin meldet sich eine junge Frau zu Wort. Sie erhebt sich in einer der hinteren Reihen und bedankt sich für Richardsons Ausführungen, das Thema sei neu für sie. Dann wird sie laut: „Es macht mich wahnsinnig wütend, dass sich Männer mithilfe von Sexrobotern auf unseren Körpern ausleben können.“ Applaus. Sie sagt tatsächlich „unsere Körper“. Wie Richardson sieht sie die Puppen als Repräsentation der Frau an sich. Richardson aber geht es nicht nur um Frauen. Sie will auch die Männer retten. Denn auch sie seien ja Opfer einer Konsumlogik, die Frauen zu Maschinen und Beziehungen zur Ware mache. Glücklicherweise gebe es als „analytisches Konzept“ ein altbekanntes Gegengift: die Liebe. Kein Widerspruch aus dem Auditorium, das hier ist ein Heimspiel. Richardson spricht sonst eher vor Entwicklern und IT-Experten, etwa auf dem Web Summit, einer der bedeutendsten Technologiekonferenzen weltweit. Die meist männlichen Zuhörer wollten ihr oft nicht folgen, sagt sie. Auf die Techies, die es gewohnt sind, Probleme in Nullen und Einsen zu zerlegen, muss Richardsons Ansatz esoterisch wirken. Im Internet wird Richardson als „Feminazi“ beschimpft Als Jugendliche war Richardson Kommunistin, träumte davon, dass die Menschen endlich tun könnten, was sie wollten, wenn die Arbeit nur gerecht verteilt und gut organisiert sei. Mithilfe von Robotern zum Beispiel: „Ein Staubsaugerroboter, der meine Wohnung putzt, ist doch praktisch“, sagt sie heute. Später setzte sie sich mit künstlicher Intelligenz auseinander, verbrachte Monate in einem Roboterlabor des MIT im amerikanischen Cambridge. Sie beschäftigte sich auch mit einem EU-Projekt, das autistische Kinder mithilfe von Robotern aus ihrer abgeschlossenen Welt führen will. Viele dieser Kinder konnten besser mit Maschinen interagieren als mit Menschen. Für Richardson bleiben die Roboter trotzdem Heuchelei, tote Materie. Punkt. Hunde hätten sich als viel heilsamer herausgestellt, sagt sie. Nach ihrem Vortrag kommt einer der wenigen Männer im Publikum auf die Bühne, ein kanadischer Anthropologe, Mitte zwanzig, mit Turnschuhen und Vollbart. Er will von Richardson wissen, was passiert, wenn Sexroboter tatsächlich verboten werden. Sollen die Käufer dann ins Gefängnis? Und hätten Männer andernfalls wirklich nur noch Sex mit Robotern? Sie unterbricht: „Das wäre kein Sex, Sex passiert nur zwischen mindestens zwei Subjekten.“ Ihr Kampf ist auch ein Kampf der Begriffe. Die anderen Fragen könne man via Skype erörtern, sagt sie, sie müsse jetzt zum Bahnhof. „Schreiben Sie mir eine Mail. Sie finden mich im Netz, googeln Sie einfach Feminazi.“ Mit dieser Wortschöpfung wird sie im Internet öfter beschimpft. „Die machen mir keine Angst. Die können mich so oft fett und dumm nennen, wie sie wollen.“ Dann verlässt sie die Bühne. Der Kanadier bleibt im Hörsaal zurück. Er hätte gerne noch gewusst, ob sie nicht glaubt, dass auch Frauen Interesse an Sexrobotern haben könnten, wenn die erst eloquenter sind. Er ist nicht der Erste, der Richardson diese Frage stellt. Natürlich könnte das sein, hat sie an anderer Stelle geantwortet. Trotzdem tue sie alles dafür, dass es nicht so weit komme.

6 Comments

  1. Sophia Rosenberg

    Hallo Salomé,

    Ein wirklich urkomisch und wunderbar sarkastisch geschriebener Beitrag. Auch ich wurde vor einigen Monaten von einem Kunden (Informatiker) gewarnt, dass wir nun alle unseren Job verlieren.
    Dabei scheint dies lediglich die Weiterenticklung der Pornographie zu sein, die dem Beruf der Prostituierten jeglicher Gesellschaftsschicht letzten Endes auch keinen Abbruch getan hat.

    Weiter so, ich liebe deine Beiträge!

    LG Sophia

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  2. Christoph

    Hallo,

    ich kann die Begeisterung für den mitgelieferten Text von Alexander Krex nicht im Geringsten nachvollziehen.

    Schon klar, dass der Sex mit einem echten Menschen schöner ist als der mit einer Puppe. Aber erstens kann ich mir kaum vorstellen, dass Frau Richardson oder eineR ihrer MitstreiterInnen den Service, den Sie hier anbieten, in irgendeiner Form unterstützen würde, sondern ich halte den Kampf gegen Sexroboter nur für eine Forstsetzung des Kampfes gegen den gesamten käuflichen Sex. Zweitens gibt es nun einmal Menschen, die temporär oder dauerhaft keine Gelegenheit für Sex, auch nicht für käuflichen – mit einem Menschen haben – sei es, weil sie aus verschiedenen möglichen Gründen niemanden kennenlernen, der in Frage kommen würde und sie das Bezahlen für Sex ausnahmslos ausschließen, evtl. sogar weil sie das für moralisch fragwürdiger als den Besitz einer Sexpuppe halten, oder sei es, dass sie – wenn überhaupt – nur einen High-Class-Export in Anspruch nehmen würden, weil in dem Preissegment von einer höheren Freiwiliigkeit ausgegangen werden kann , sie sich das aber nicht leisten können. Die Unterscheidung zwischen Sexpuppen/Sexrobotern auf der einen Seite und sonstigem Sexspielzeug wie Vibratoren auf der anderen Seite finde ich in der Form regelrecht absurd, weil z.B. ein Vibrator nicht nur der Stimulation dient, sondern bei der Benutzung auch Phantasien damit verbunden sind. Wer stellt sich bei der Benutzung derartigen Sexspielzeugs zur Selbstbefriedigung denn nicht vor, er oder sie hätte gerade wunderbaren Sex nach eigenen Vorstellungen mit dem Traumpartner oder der Traumpartnerin, der oder die entweder rein imaginär oder eine reale Person ist?

    Außerdem ist zu bedenken, dass im Moment die große Gefahr besteht, dass die Inanspruchnahme der hier angebotenen Dienste bal strafbar sein wird. Aber dann wird immer noch nicht das Problem gelöst sein, dass zusammenhängend mit der viel höheren Zeugungsfähigleit auch der Sexualtrieb bei Männern im Durchschnitt um ein Vielfaches höher ist als der von Frauen – wohin denn damit, wenn neben dem Sexkauf auch andere wenigstens etwas attraktivere Möglichkeiten genommen werden? Immer nur Masturbieren ist nun wirklich nicht attraktiv.

    Viele Grüße
    Christoph

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  3. HETAERA®

    Es gibt auch noch die Möglichkeit einer Phantasie-Freundin. Das kostet gar nichts. Nur Phantasie.

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  4. Christoph

    Die Phantasie-Freundin entspricht dem, was ich über die Gedanken geschrieben habe, die fast immer mit der Benutzung von Sexspielzeug zur Stimulanz verbunden sind und dem, was ich über das dauerhafte Immer-Nur-Masturbieren geschrieben habe. Deswegen bezweifle ich, dass das für Professorin Richardson und ihre Anhängerinnen tatsächlich eine moralisch einwandfreie Alternative ist und was die Unattraktivität der dauerhaften Selbstbefriedigung angeht, da weiß ich, wovon ich rede, nur dass es ohne noch unattraktiver ist.

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  5. Christoph

    Ich möchte hier weniger was zum Sinn oder Unsinn von Sexrobotern schreiben. In meinem ersten Beitrag hieß es noch „ich kann mir kaum vorstellen, dass Frau Richardson oder eineR ihrer MitstreiterInnen den Service, den Sie hier anbieten, in irgendeiner Form unterstützen würde“ Beim zweiten Lesen des Zeit-Beitrags fiel mir aber auf, dass dort sogar ziemlich deutlich steht, dass käuflicher Sex insgesamt abgelehnt wird und die Argumente sind großenteils dieselben. Deswegen bin ich überrascht, dass gerade der Text auf dieser Website erscheint.

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  6. Boris Büche

    Christoph hat Recht – Frau Richardson ist Abolititionistin.

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