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Hetärenblog

Explodierende Nähkästchen

 

 

Hetären über Hetären…

 

Hier erscheinen Beiträge von Salomé Balthus und anderen Hetären. Kostenlos für alle. Zu kostbar, um käuflich zu sein. Ohne Werbung – außer für uns selbst! Alle Rechte vorbehalten – aber Verbreitung in Socialmedia gern gesehen.

 

 

Mein erstes Hetärengespräch

Mein erstes Hetärengespräch

Warum sollte man nicht auch Telefonsex haben können, der beiden Seiten wirklich Vergnügen bereitet? Anregendes Plaudern ist doch eigentlich unsere Hauptbeschäftigung: einen Kunden, zwei Stunden oder länger, zu unterhalten. Wir beschlossen also, das billige Image von Telefonsex so zu revolutionieren wie dereinst das Escort-Dating. Und so geschah es…
Mein erster Telefonsex – ein Erfahrungsbericht

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Telefonsex?! Hetärengespräche!

Telefonsex?! Hetärengespräche!

Zünden Sie Kerzen an in Ihrem Zuhause! Die schöne Stimme einer Hetäre wird in Ihren Räumen erklingen. Von einer lockeren Plauderei zur Unterhaltung, bis hin zu gemeinsamer Ekstase mit Wein, Rausch und Dirty Talking – Kopfkino ist das Zauberwort. Wir versetzen uns mit Ihnen in jene laszive Stimmung, die wir so schmerzlich vermissen, nach der wir uns sehnen. Doch nicht nur Erregung und Rausch können wir, sondern auch menschliche Nähe. Gegen die Einsamkeit.

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Gegen Gewalt

Gegen Gewalt

Gewalt gegen Frauen ist Gewalt gegen Huren. Ob ein Feminismus den Namen verdient entscheidet sich an der Frage, ob es auch ein Feminismus der Huren ist.

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Vom Glück, Prostituierte zu sein

Vom Glück, Prostituierte zu sein

 Eine Prostituierte nach dem Date, allein im Hotelflur  Die Zimmertür schließt sich hinter mir. Ich stehe allein im langen Flur des eleganten Hotels, es ist Nacht, alle Gäste schlafen hinter ihren gleichförmigen Hotelzimmertüren. Hier und da ein Do-not-disturb-Schild,...

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Abgebrannt im Luxusland

Abgebrannt im Luxusland

Hach, Weihnachten! Das große Almosenfest, Fest des guten Herzens und schlechten Gewissens. Vergeblich kämpfe ich dagegen an, auch eine Hure wird sentimental, wenn es-weihnachtet-sehr. Und ich denke daran, was mir im vorigen Jahr zur Weihnachtszeit hier am KaDeWe geschah. An ihn. Ob er wohl dieses Weihnachten immer noch dort ist, wo ich ihn hingebracht habe: im Gefängnis?

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Krieg den Hütten

Krieg den Hütten

Ich dachte, hört, hört. So reden die also über uns. Uns Nicht-Millionäre. Unter sich, wenn sie glauben, dass nichts nach außen dringt.
Das hier war ein Lehrbeispiel, das, was uns vielleicht alle erwartet, gewissermaßen im Larvenstadium: Leute ohne jede soziale Kompetenz, die es in die Politik zieht.

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Mit Fachkräften reden

Mit Fachkräften reden

Feministische Psychologinnen wollen uns retten – auch gegen unseren Willen. Wenn das, was „nicht normal“ ist, als krank gilt, ist die liberale Gesellschaft am Ende. Ein konspiratives Telefongespräch.

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Willkommen auf unserem Blog

 

An dieser Stelle sollte ich mich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, vielleicht mal vorstellen. Ich bin Salomé Balthus und habe diese kleine Gesellschaft von Hetären gegründet. Einige kennen mich vielleicht aus den Medien, oder über meine Kolumne, deren Texte Sie u.a. hier in diesem Blog finden werden.

Sie denken, wir sind nicht normal? Ich aber schwöre Ihnen, lieber Leser, liebe Leserin, jeder von Ihnen, der in einer größeren Stadt unterwegs ist, trifft dort täglich mehrere von meiner Sorte. Sie sitzen neben Prostituierten in der U-Bahn, stehen mit ihnen an der Supermarktkasse, sitzen im Theater neben Prostituierten. Nur dass es uns in keinster Weise anzusehen ist. Bei jeder Frau, egal, wie hübsch, wie jung, wie gut gekleidet, dürfen Sie sich heute fragen, ob sie einen Nebenjob als Prostituierte hat. Und abends, in Restaurants und Hotelbars, werden Sie ein Escort selbst im Einsatz wahrscheinlich nicht erkennen. Wir sind unsichtbar, für den Uneingeweihten. Aber wir sind da, und wir sind viele, viele, viele!

Wir sind keine Ausnahmeerscheinung. Wir sind es vielleicht, weil wir hier diesen Blog gestalten – aber wir sind es nicht in unserer Tätigkeit als Huren. Es gibt mehr Frauen wie uns, als Sie ahnen. Über diese Website Hetaera gehen regelmäßig neue Bewerbungen ein. Alle von gebildeten Frauen, die vielleicht mehrere Sprachen sprechen, vielleicht eine Migrationsgeschichte haben, eine Universitätsausbildung oder eine künstlerische Gabe. Sie sind weltoffen,  belesen, medienaffin, über das Weltgeschehen bestens informiert. Sie stammen aus so genannten normalen Familien der Mittelschicht, oder sogar aus der sogenannten besseren Gesellschaft.

Prostitution ist längst keine Randerscheinung mehr. Sie ist ein Massenphänomen, und zieht sich durch die ganze Gesellschaft. Wir, das sind: eure Bekannten, eure Nachbarn, eure Kolleginnen, eure Angestellten und eure Chefinnen. Eure besten Freundinnen. Eure Schwestern. Eure Töchter. Eure Mütter. Eure Geliebten.

Entweder wisst ihr es – oder ihr wisst es nicht, weil wir es euch verheimlichen müssen.
Wenn ihr es wissen wollt, dann zeigt zuerst Toleranz: beweist, dass ihr uns achtet, als Menschen und Mitbürger in einer wahrhaft liberalen Gesellschaft.

Wir bei Hetaera zeigen Gesicht. Und damit sind wir tatsächlich eine Ausnahmeerscheinung unter den High Class Escorts und Prostituierten dieser Welt. Aber wer weiß, vielleicht nicht mehr lange. Die Zeiten ändern sich, weil wir sie verändern.

 

Salomé Balthus