
Holly Hirschfeld
Geschichtswissenschaftlerin
Sprachen: Deutsch, Englisch
Größe: 161 cm
Figur: zierlich und trainiert
Augenfarbe: Chromblau
Haarfarbe: Messingblond
Hautton: weißer Pfirsich
Parfum: Paradoxe, Prada
Lieblingsgetränk: Roederer Rosé
Lieblingsspeise: Liebesperlen
Lieblingslokal: Telegraphenamt
Tagsüber studiert sie die Zeitgeschichte. Forscht in den Büchern und wahrt ihre Blässe im Schutze der Bibliotheken. Sie tarnt sich. Holly Hirschfeld, diese zierliche kleine Dame, ist nicht schüchtern, doch sorgsam bedacht. Als berge sie ihr Licht. Ihr Licht, das aufstrahlt in der Nacht. Dann erst zeigt sie sich, wie sie wirklich ist: elegant-verrucht, skandalös schillernd, mit jenem mondänen Laissez-faire, wie es nur Frauen der Weltstadt zu eigen ist. Holly Hirschfeld verkörpert das nächtliche Flair eines legendären Berlins. Mit ihrem eigenartigen, fast gefährlichen Flirren gleicht sie einer Absinthfee der Wirtschaftskrise. Niemals greifbar, und doch so verwirrend nahbar, zieht sie ihre Verehrer mit. Ein Kelch Schaumwein auf zwei langen Beinen, um über den Abgrund zu tanzen – katastrophal euphorisch, in trancehafter Sicherheit. Denn in ihr wohnt noch ein älterer Geist, dessen unvergängliches Geheimnis die Jahrhunderte durchwebt. Der Konterpart linearer Historie, die ewige Wiederkehr.
Holly über sich.
Einmal sagte mir einer meiner Liebhaber, er sei gekränkt, denn er hatte mich mit einem anderen gesehen: ich könne wohl jeden Mann attraktiv finden, er müsse mich nur begehren… vielleicht ist das wahr. Ich verbringe meine Nächte gern in den heißesten Clubs Berlins. Ich liebe es, mich lasziv zu kleiden, und mich auf wilden Partys frei zu tanzen. Der exquisite Rausch ist die dunkle Quelle, aus der ich schöpfe, wenn es um mich wieder hell und leise wird. Dann versenke ich mich in tiefschwarze Poesie. Heimlich sehne ich mich danach, unter den Nachtschwärmern endlich einmal meinen verehrten Nosferatu zu begegnen. Oder vielleicht bin ich das ja bereits?















